Herr Nikolaus?

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Sehr hartnäckig hält sich das Gerücht der eingeschmolzenen Schokoweihnachtsmänner. Sie sollen statt einer Mütze durch leichten Umbau zu Ohren gelangen, um dann als Hase in den Regalen zu sitzen.
Was ist dran an diesem Mythos? Die Aussage der Süßwarenindustrie geht bei Nachfragen in der Regel in die Richtung, dass es sich nicht lohne, die Nikoläuse einzuschmelzen und die Restposten des Weihnachtsfestes aus den Regalen deshalb auch nicht weiterverwendet werden. Abholen, auspacken, einschmelzen, umbauen, einpacken. Klingt plausibel.
Verboten ist es auch. Aber so etwas ist ja oft in letzter Konsequenz Auslegungssache. Ist es denn grundsätzlich technologisch ohne größere Qualitätseinbußen möglich? Auf jeden Fall ist es das bei dunkler Schokolade. Diese enthält weniger Fett als Vollmilch und kann deshalb mehrmals eingeschmolzen werden, ohne ranzig oder alt zu schmecken. Bestimmend hierbei ist vor allem der geringere Anteil an Milchfett, weniger die Kakaobutter, die stabile Schmelzeigenschaften aufweist.
Fazit: Bei Großproduzenten ist es aus finanziellen Gründen unwahrscheinlich, dass uns der Nikolaus für einen Hasen vorgemacht wird. Bei kleineren Betrieben ist dies durchaus möglich, zumindest bei dunklen Hasen. Und was passiert nun mit den übrigen Gesellen? Nach Weihnachten werden die Männer praktisch überall zu halben Preis angeboten. Was dann noch in den Regalen verbleibt wird an wohltätige Organisationen wie die Tafeln abgegeben.

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