B12, das Fleischvitamin

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B12 ist eines der Vitamine, bei denen auch in unserer überversorgten Welt oft mangelhafte Zustände herrschen. Cobalamin, wie B12 auch heißt, wird sehr spezifisch gebildet und damit beschränkt sich der Mangel in der Regel auf bestimmte Gruppen, hier einmal nicht auf die, die ungesund essen:

 

Familie: Vitamine
Farbe: rot
Name: vom Cobalt, dem Zentralatom
Bedarf: 3 µg/Tag
Besondere Kennzeichen: potenzieller Mangel bei Vegetariern (70%) und Veganern (ca. 90%, (Zahlen laut aktueller Studie der Uniklinik Saarbrücken)), erhöhter Bedarf im Alter und in der Schwangerschaft

Cobalamine sind die einzigen natürlichen Verbindungen, die Cobalt als Zentralatom haben. Für unsere Ernährung wichtig ist das Vitamin B12. Es sind ausschließlich Mikroorganismen, die B12 bilden können, unser Körper selber nicht. Es ist das Vitamin, bei dem bei Veganern in aller Regel ein Mangel vorliegt. In pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt es nur in geringsten Spuren vor. Dieser Mangel ist seit langem bekannt und so finden sich reichlich mit B12 angereicherte Produkte im vegangen Segment. Als Coenzym hat Cobalamin wichtige Aufgaben bei der Blutbildung, der Zellteilung, den Schutz der Nerven, für die Energiegewinnung, den Protein- und Zellstoffwechsel und bei der Synthese unsrer Erbmasse, der DNA. Bei kleinen Kindern kann ein zu wenig an Vitamin B12 zu Entwicklungsverzögerungen führen. Mangel entsteht aber nicht nur bei zu geringer Aufnahme. Alkoholmissbrauch und die Einnahme bestimmter Medikamente führen zu einer Veränderung und Zerstörung der Magenschleimhaut, in deren Zellen Vitamin B12 aufgenommen wird. Außerdem Einfluss auf den B12-Spiegel hat die Einnahme der Pille (wegen dem Östrogen), Betablocker, Potenzmittel, Nitroglycerin, Statine (die sind z.B. in Becel-Proaktiv) und einige Diabetes-Medikamente, verschiedene Antibiotika, Aspirin und eine Reihe von Psychopharmaka. Somit insgesamt einiges.
Wie oben schon angedeutet, hat ein Mangel an Cobalaminen deutliche Auswirkungen auf wichtige Funktionen in unserem Körper. Bei Zungenbrennen sollte man immer an einen möglichen B12-Mangel denken. Insgesamt wird ein Mangel oft erst nach Jahren körperlich sichtbar, da eine Speichermöglichkeit in der Leber besteht und der Körper somit einige Zeit von seinen Reserven leben kann. Das klinische Vollbild des Mangels ist dann die Funikuläre Myelose.

Die besten B12-Quellen der Nahrung sind: Leber, Fleisch, Fisch, Milch, Käse und Eier

 

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